Publishing muss flexibel, dynamisch und skalierbar sein

Wer in der heutigen Zeit seine Produkte vermarkten will, stellt sich einer sehr komplexen Herausforderung. Verkürzte Produktentwicklungszyklen und zielgruppenspezifische Vertriebs- und Marketingmaterialien mit sich ständig verändernden Anforderungen führen dazu, dass nicht nur die Anzahl an relevanten Ausgabekanälen wächst, sondern sich auch die Frequenz an neu zu erstellenden oder anzupassenden Dokumenten erhöht. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl an Standorten, beteiligten Stellen und Abteilungen einen Koordinationsaufwand und ein Fehlerpotential begünstigen, die die Effizienz der Prozesse leicht gefährden können. Um dem zu begegnen, braucht es flexible und skalierbare Publishing-Lösungen. Wir sprechen mit Alexander Dressler, Geschäftsführer von InBetween, über die Eigenschaften und Funktionen einer solchen Lösung.

 

Herr Dressler, eine zeitgemäße Unternehmenskommuni- kation wird immer wichtiger. Was zeichnet eine moderne Publishing-Lösung aus?

Eine moderne Publishing-Lösung muss zum einen so benutzerfreundlich sein, dass verschiedenste Unternehmensstellen mit unterschiedlichen Hintergründen damit umgehen können, und zum anderen dürfen dabei natürlich weder Chaos noch Verwirrung über Zuständigkeiten und Aufgaben entstehen. Vor allem aber muss Publishing in der heutigen Zeit flexibel, dynamisch und skalierbar sein, das  ist die Grundvoraussetzung für eine zeitgemäße Unternehmenskommunikation.

 

Was denken Sie sind die Hauptgründe dafür und wie positioniert sich InBetween hier?

Unternehmen spüren wachsenden Wettbewerbsdruck auf der einen Seite und steigende Kundenerwartungen auf der anderen – zusammen erfordern diese beiden Kräfte immer kürzere Produktentwicklungs- und Innovationszyklen, damit das Sortiment schneller an die neuen Gegebenheiten angepasst werden kann. Daraus folgt, dass Marketingmaterialien sehr schnell und laufend angepasst werden müssen, was ein hohes Maß an Flexibilität voraussetzt. Flexibel muss aber auch die Zusammenarbeit sein, denn die Erstellung von Unternehmenspublikationen liegt nie nur bei einer Unternehmensstelle. Gleichzeitig wächst auch die Anzahl an bespielbaren Kanälen, und auch wenn neue Märkte erschlossen werden, braucht es eine schnelle Anpassung an sprachliche und kulturelle Rahmenbedingungen. Skalierbarkeit ist daher ein großes Thema für fast alle Unternehmen – InBetween bietet hier ebenfalls spezielle Vorteile. Auch bei der Generierung großer Mengen an Publikationen bietet die Lösung eine hohe Performance, und die Erstellung von Templates ist völlig unabhängig vom späteren Ausgabeformat, was den Aufwand bei der erstmaligen Projekterstellung minimiert.

 

Sie sprechen von Multiformat-Publishing. Ist Print tot?

Im modernen Marketing heißt es nicht entweder Web oder Print oder Mobile. Die große Herausforderung besteht darin, die sogenannte Customer Journey in allen Kanälen und Medien zu unterstützen – natürlich auch in viel mehr lokalen Sprach- und Sortimentsvarianten als früher. Wenn Sie heute auf eines der Formate und damit auch Kanäle einfach verzichten, wird das in jeder Branche mit Umsatzeinbußen verbunden sein. Das gilt für B2C und B2B gleichermaßen. Die erfolgreichsten Unternehmen in ihrem Markt haben typischerweise auch eine sehr vollständige Publikationsabdeckung. Diese Erkenntnis ist heute bei den meisten Unternehmen da.Aus unserer Sicht ist der einzige Weg, dieser Herausforderung zu begegnen, mit ei- nem effizienteren Publikationsprozess, der möglichst viele Kanäle und Prozesse teilautomatisiert. Nach diesem Ziel richten wir unsere Software konsequent aus.

 

Welche Unternehmen profitieren am meisten von diesen Eigenschaften?

Dank der Skalierbarkeit der Lösung adressiert sie sowohl kleine und mittelständische wie auch Großunternehmen. Die Flexibilität der Lösung ermöglicht die Erfüllung der speziellenAnforderungen von Unternehmen mit großem und dynamischem Produktsortiment. Zu unseren Kunden gehören BSH, Stihl und Kärcher genauso wie kleinere, spezialisierte Unternehmen wie Telegärtner oder Bette. Gleichzeitig sind wir flexibel in der Anbindung zu den gängigsten Technologien im Bereich Publishing und Design sowie der Datenverarbeitung. So lässt sich InBetween leicht in die gewohnte Arbeitsumgebung unserer Kunden integriere, egal, mit welchem PIM-oder MDM-System sie arbeiten.

 

Sie ermutigen Kunden aktiv, Funktionen für Ihre Lösungen vorzuschlagen. Was versprechen Sie sich davon?

Wie bereits erwähnt, stehen Unternehmen unter enormem Wettbewerbsdruck und sehen sich mit steigenden Kundenerwartungen an die Produktpräsentation konfrontiert.Der erste Schritt für Unternehmen, in diesem Umfeld langfristig zu bestehen, ist die kontinuierliche Beobachtung des Marktes, also der Wettbewerber und der Kundenmeinungen. Die Anbieter selbst haben natürlich mit den größten Überblick, was die Entwicklungen in ihrem Umfeld betrifft. Feedback wird mehr und mehr zum Kraftstoff der Innovation, und daher war es schnell klar für uns, dass wir auch unsererseits nicht passiv auf Feedback hoffen wollen, sondern aktiv danach fragen müssen. So werden die Vorschläge für neue Funktionen seitens der Unternehmen, die am Puls der Zeit arbeiten, zu einem wesentlichen Bestandteil unserer eigenen Entwicklung, damit wir auch in Zukunft die Anforderungen der Industrie erfüllen können. InBetween ist eine Standardlösung, die kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert wird. So stellen wir einerseits sicher, dass sie schnell implementiert werden und ihre Arbeit aufnehmen kann, und auf der anderen Seite ermöglicht die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden es uns, immer eine aktuelle, an moderne Gegebenheiten angepasste Lösung anbieten zukönnen.

 

Wer sind die tatsächlichen Nutzer dieser Lösung und wie wird sichergestellt, dass die Verantwortlichkeiten und Rechte klar definiert werden?

Tatsächlich unterstützt InBetween ganz unterschiedliche Arbeitsweisen. So können etwa Produktmanager, Länderverantwortliche und Marketers ohne besondere grafische Kenntnisse Publikationen auf der Basis vorab definierter Masterseiten ganz einfach und flexibel zusammenstellen. Dank dieser Masterseiten ist auch das Corporate Design gewahrt, und die Darstellungsarten für eine bestimmte Anzahl an Produkten je Seite kann fest vorgegeben und somit an unternehmenseigenen Kommunikationsregeln ausgerichtet werden. Dank deszentralen InBetween-Servers lassen sich so erstellte Publikationen mit Bearbeitungshinweisen an die Grafikabteilung leiten, die diese dann gestalterisch anpassen und finalisieren kann – selbstverständlich in ihrer gewohnten InDesign- oder QuarkXpress- Umgebung. Auch der Vertrieb kann mit dieser Lösung schnell und einfach über eine Webschnittstelle Datenblätter, Broschüren oder Kataloge auf Basis aktuellster Daten erstellen.

 

Worauf muss besonders geachtet wer-den, wenn eine gemeinsame Lösung von derart unterschiedlichen Nutzerprofilen angewendet wird?

Natürlich birgt eine Lösung, die quasi von jedermann genutzt werden kann auch Gefahren, denen aber durch ein granulares Rechtemanagement begegnet werden kann. Damit ist sichergestellt, dass bestimmte Publikationen oder insbesondere auch Ausgabeformate nur für Abteilungen und Personen zur Verfügung stehen, die diese auch benötigen und erhalten sollen. So darf einVertriebsmitarbeiter etwa nur PDF-Dokumente erstellen, während der Grafiker InDesign-Dokumente generieren darf – die Produktdaten kann er sich hierfür ganz einfach durch ein Plugin aus der Datenbank ziehen. Außerdem ist die Usability extrem wichtig. InBetween bietet deshalb spezialisierte Oberflächen: für den Grafiker ein Adobe InDesign- oder Quark-Plugin, für den Administrator oder Poweruser eigene Tools, für den Marketer, Einkäufer oder Produktmanager den Publication Wizard sowie eine Zero-Training-Oberfläche für Gelegenheitsuser im Vertrieb. Damit stellen wir sicher, die jeweiligen Anforderungen im geeigneten Werkzeug abzubilden. Natürlich liegt aber hinter allem immer das gleiche System, in dem alle Rechte, Änderungen oder Generierungen verwaltet werden.

 

Und wie wird mit dem Thema Sicherheit umgegangen?

Bei derart verteilten Arbeitsprozessen ist die Gewährleistung hoher Sicherheitsstandards ein absolutes Muss.Hier investieren wir kontinuierlich, damit sowohl die interne als auch die externe Kommunikation zwischen den einzelnen InBetween-Komponenten geschützt ist. Die Grundlage ist eine konsequente Verwendung einer Single-Port-Kommunikation, damit selbst in einem Unternehmensumfeld mit verteilten Arbeitsprozessen – auch über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg – ein sehr hohes Maß an Datensicherheit für unsere Kunden gewährleistet werden kann.

 

Inwieweit müssen vorhandene unternehmensinterne Prozesse an die Lösung angepasst werden?

Eine heute eher selbstverständliche Voraussetzung ist eine Datenbasis für Produktdaten, welche auch fortlaufend aktualisiert wird. Ansonsten müssen keinerlei Prozesse geändert werden, da InBetween aus webbasierten Tools besteht, die einfach an bestehende Datenbanken und Technologien angebunden werden können.

 

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ALEXANDER DRESSLER

Alexander Dressler ist CEO von InBetween Deutschland GmbH und InBetween Software Development Pvt. Ltd. in Goa. Mit seiner mehr als 15-jährigen Erfahrung in den Bereichen PIM- und Dynamic Publishing zählt er zu den Branchen-Experten. 2008 übernahm der Diplom-Wirtschaftsinformatiker nach einem Management-Buy-out die Geschäftsführung bei InBetween.

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